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Spanische Grippe / Schweinegrippe - die Parallelen

Spanische Grippe / Schweinegrippe

Nachdem die WHO die höchste Warnstufe für eine Pandemie im Hinblick auf die Schweinegrippe ausgerufen hatte, wird immer wieder der Vergleich zur spanischen Grippe gezogen. Warum ist das so und was waren die Parallelen zur spanischen Grippe, aus denen man gegebenenfalls etwas für die Entwicklung und Behandlung der Schweinegrippe lernen kann

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Was war die Spanische Grippe?

Die spanische Grippe war eine weltweite Pandemie zwischen 1918 und 1920. Es handelte sich (wie im übrigen bei der Schweinegrippe) um einen Subtyp des Grippevirus A/H1N1. Die spanische Grippe forderte nach Schätzungen 25-50 Millionen Todesopfer (!). Die Besonderheit der spanischen Grippe lag darin, dass insbesondere jüngere Menschen zwischen 20-40 Jahren betroffen waren, während bei der normalen Grippesaison insbesondere kranke und alte Menschen sowie Kleinkinder die üblichen Krankheitsopfer sind.

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Spanische Grippe Überblick

Im Mai 1918 wurden in Spanien 8 Millionen Infizierte gemeldet. Das öffentliche Leben kam dort zum Erliegen. Die Epidemie verlief am Anfang sehr harmlos, Todesfälle wurden kaum gemeldet. Fortan wurde die Grippeerkrankung Spanische Grippe genannt, obwohl sie möglicherweise zuerst in den USA aufgetreten war. Die Spanische Grippe entwickelte sich dann in drei Wellen, im Frühjahr 1918, im Herbst 1918 und 1919. In der ersten Welle traten kaum Todesfälle auf. Erst in der zweiten Welle änderte sich das Bild massiv. Die Todesrate stieg steil an. Dies ist der Grund, warum die Wissenschaftler derzeit sich trotz des harmlosen Verlaufs der Schweinegrippe Sorgen um die Entwicklung machen, da eine schwerere zweite Welle im Herbst der Nordhalbkugel auftreten könnte.

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Krankheitsverlauf Spanische Grippe

Die Krankheit verlief meistens heftig und kurz mit hohem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost sowie starken Reizungen im Hals- und Rachenbereich. Die Todesfälle waren meistens auf Lungenentzündungen oder ähnliche Komplikationen zurückzuführen. Einige Patienten starben innerhalb von Stunden (!) an einer stark blutenden Lungenentzündung. Die Überlebenden hatten über Wochen starke Müdigkeit und chronische Erschöpfung.

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Verhaltensempfehlungen Spanische Grippe

Damalige Empfehlungen gegen den Grippevirus (den man damals als solchen noch nicht kannte) waren, sich von Menschenmenge fern zu halten, zu lüften und Mund, Haut und Kleidung zu reinigen. Vielfach wurde das Tragen von Masken angeordnet. Derartige Empfehlungen dürften zumindest grundlegend auch für die jetzige Grippewelle anwendbar sein. In manchen Ländern, wie Indonesien, werden bereits jetzt großflächig Atemschutzmasken verteilt. Das Meiden von Menschenmengen dürfte in der Tat die Ausbreitungsgeschwindigkeit abbremsen können. Händewaschen ist ebenfalls weiterhin ein richtiges Mittel, ebenso wie das Vermeiden von Körperkontakt.

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